Getriebe und Overdrive

alle "großen" Healeys, vom ersten 100er bis hin zum BJ8

Moderator: Erich Leuschel

robolab
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Getriebe und Overdrive

Beitrag von robolab » 25. Sep 2019, 20:35

Wie einige vielleicht wissen, restauriere ich gerade einen BJ8.
Fahrgestell, Shrouds, Türen, Kotflügel, Hauben, Achsen, Differential, Lenkung, Bremsen und Elektrik habe ich fertig und eingebaut. Z. Zt. befindet sich das Fahrzeug beim Lackierer.

Im Moment habe ich das Getriebe und das Overdrive auf dem Tisch. Das Overdrive habe ich auseinander, gereinigt und durchgemessen. Hierzu gibt es einige gute Restaurierungsanweisungen und Videos im Netz (A-Type Overdrive für Triumh), die mir sehr geholfen haben. Hier warte ich auf einige Ersatzteile, die ich tauschen möchte (Lager, Einstellscheiben, Dichtungen etc).
Jetzt kommt das Getriebe dran.
Nun meine Frage:
gibt es Erfahrungen, auf welche Teile im Getriebe man besonders achten sollte. Welche Teile sollten unbedingt getauscht werden? Bei meinem letzten Projekt (Triumph TR 3) war das Getriebe noch top in Ordnung.

Gerd

Josef Eckert
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Re: Getriebe und Overdrive

Beitrag von Josef Eckert » 27. Sep 2019, 20:58

Hallo Gerd,
leider kann ich hier auch nichts beitragen, da ich Getriebe und Hinterachse einen Fachmann überlasse. Ich hab schon mehrfach einem Speziaalisten über die Schulter geschaut und feststtellen müssen, dass hier meine eigenen grenzen sind. Ich konnte viele Problempunkte ohne seine Hilfe nicht erkennen, bzw. nict abschätzen wie gut oder schlecht es ist. Auch habe ich nicht das notwendige Einstellungswerkzeug und die Erfahrung zum einstellen. Ich möchhe auch Motor und Getriebe nur einmal ausbauen und dann muss es funktionieren. Daher gebe ich Getriebe grundsätzlich zum Fachmann auf den ich vertrauen kann.

Gruß
Josef

PS: Ich hoffe Du hast bei den Karrosseriearbeiten Motor und Getriebe zum belasten des Chassis eingebaut gelassen, sonst könnte es eine unangenehme Überraschung geben wenn die Spaltmasse nachher nicht mehr stimmen.

retro911
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Re: Getriebe und Overdrive

Beitrag von retro911 » 28. Sep 2019, 15:01

Josef Eckert hat geschrieben:
27. Sep 2019, 20:58
PS: Ich hoffe Du hast bei den Karrosseriearbeiten Motor und Getriebe zum belasten des Chassis eingebaut gelassen, sonst könnte es eine unangenehme Überraschung geben wenn die Spaltmasse nachher nicht mehr stimmen.
dazu hätte gern mal ne Einschätzung .

Mein Auto war ja blechmässig ziemlich zusammmengeschustert als es hier ankam .

Bei den Schweissarbeiten war der Motor und Getriebe verbaut. Schweller und Schlosssäulen mussten wir austrennen . Wir haben dass dann so gemacht, dass wir zum Einschweissen der neuen Teile das Auto auf die Räder gestellt haben .


Bild

Bild



Während dieser Arbeiten , kam mehrfach die Anmerkung, dass wir vergessen hätten , Diagonalstreben einzuschweissen und der Wagen sich verziehen würde .

Ich hab das immer damit abgetan dass man aus dem Rahmen einen Bergepanzer bauen könne, und die ganzen Engländer die einen guten Namen in Bezug auf Restauration haben, das auch nicht machen .

Mein erster Eindruck dann auch ok, was die Spaltmasse anbeklangt ... aber warten wir mal ab , ob das nach dem Lackieren auch noch so ist .

robolab
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Re: Getriebe und Overdrive

Beitrag von robolab » 28. Sep 2019, 21:20

Hallo Josef und die Anderen,

zunächst zu Getriebe und Overdrive (OD).
Von der detaillierten Funktion des Overdrive hatte ich bislang auch wenig Ahnung, aber als ehemaliger Hochschullehrer für Robotik kenne ich mich mit Elektrik und Getrieben einigermaßen aus und habe mich während meiner Berufstätigkeit schon mit Planetengetrieben, wie sie im OD eingebaut sind, beschäftigt. Da es zur Hydraulikfunktion des OD einige gute Abhandlungen gibt und auch einige Videos, habe ich gedacht, ich versuche mal die Restauration selbst. Die Verschleißteile, Lager, Distanzscheiben, und Dichtungen sind eingebaut. Eventuell baue ich mir einen Teststand um Getriebe und Overdrive im ausgebauten Zustand zu testen.
Nun zur Karosserie,
Mir war bekannt, dass verschiedene Restaurateure dazu neigen. Motor und Getriebe bei Karosseriearbeiten eingebaut zu lassen. Meine Karosserie war vom Rost aber ziemlich zerfressen, so dass ich mir ein Drehgestell gebaut habe, um von allen Seiten an Karosse und Rahmen heranzukommen. Da ich bis auf die Längsträger und das Verbindungskreuz fast alle restlichen Rahmenteile wie Innen- und Außenschweller (verstärkte Ausführung), Ausleger, Qwerträger und sonstige Versteifungen ersetzt habe, hoffe ich, dass ich wieder genügend Steifigkeit habe, damit die Spaltmaße in Ordnung bleiben. Die Langsträger hatte ich an zwei Stellen geöffnet, um mir den inneren Zustand anzusehen.

Anbei einige Bilder: (das Bilder einfügen muss ich noch üben)

Gerd

retro911
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Re: Getriebe und Overdrive

Beitrag von retro911 » 28. Sep 2019, 23:01

für das Hochladen von Bildern kann ich dir
https://picr.de/
empfehlen . Registrierung ist ein Klacks .

Danach erklärt sich das alles von selbst .

Bilder in das Feld ziehen ... den generierten Link kopieren und hier einfügen .



beste Grüsse ulf

robolab
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Re: Getriebe und Overdrive

Beitrag von robolab » 7. Okt 2019, 20:11

Habe das Getriebe auseinder genommen und die Teile begutachtet. Die Zahnräder sehen noch sehr gut aus. Allerdings hat die Hauptwelle am Zapfen, der mit dem Nadellager in die Eingangswelle eintaucht, starke Einlaufschäden. Habe Kontakt mit Volker Hermann aufgenommen, werde ihn besuchen und schauen, ob man die Welle reparieren kann, oder ob eine neue kommen muß.

Gerd

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Re: Getriebe und Overdrive

Beitrag von BN7Flens » 11. Okt 2019, 00:51

Hallo, welches Öl verwendet ihr für das 4Gang Overdrive Getriebe? Einige empfehlen Motoröl, wäre das richtig?
Gruß, Gerd

retro911
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Re: Getriebe und Overdrive

Beitrag von retro911 » 11. Okt 2019, 12:50

Motoröl ist werksseitig sogar vorgeschrieben ...
. Vorsicht bei unsynchronisierten Getrieben mit unter Last schaltbaren Halbgängen und Overdrive-Gängen, hier sind in der Regel nur API GL-4 Oele SAE 80W zu verwenden. Vereinzelt sind auch ATF-Oele für Schaltgetriebe vorgeschrieben.

Achtung! Bei Austin-Healey Getieben mit angeflanschtem Overdrive darf kein Getriebeoel verwendet werden.

Nach Hersteller “Laycock de Normaville Overdrive“ muss ein Motorenoel ohne Additive verwendet werden. Ansonsten kann das Overdrive schaden nehmen. Es eignet sich in diesem Fall MOTOREX OLDTIMER.SAE 30 Bei Getrieben ohne Overdrive verwenden Sie: MOTOREX GEAROIL UNIVERSAL SAE 90 oder MOTOREX GEAR COMPOUND PLUS

Josef Eckert
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Re: Getriebe und Overdrive

Beitrag von Josef Eckert » 11. Okt 2019, 13:12

Motoröl ist richtig, da britische Getriebe relativ heiß werden und dann Getriebeöl zum schäumen neigt. Werksseitig wird ein 20W50 vorgegeben. Ein SAE30 geht aber auch. Für den Mini gibt es ein spezielles Motoröl 20W50 was ich auch in Austin-Healey Getrieben verwende. Der Mini hatte ja das Getriebe in der Motorölwanne. Grüße Josef

BN7Flens
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Re: Getriebe und Overdrive

Beitrag von BN7Flens » 11. Okt 2019, 19:36

Vielen Dank euch Beiden für die Auskünfte
Gruß, Gerd

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