Vorstellung Josef Eckert

Mitglieder stellen sich vor

Moderator: Erich Leuschel

Antworten
Josef Eckert
Beiträge: 130
Registriert: 10. Jun 2019, 19:37

Vorstellung Josef Eckert

Beitrag von Josef Eckert » 16. Jul 2019, 21:22

Meine "Beziehung" zu Austin-Healey begann vor jetzt 35 Jahren, als ich mich in einen damals älteren Gebrauchtwagen verguckte. Ein offener Zweisitzer mit Spassfaktor sollte es sein und so passte der Sprite MK3 genau ins Bild. Die rosarote Brille hatte ich auch auf und so kaufte ich mir nach einer Frustphase zu meinem Geburtstag das Autochen mit frischem TÜV. Zuhause in der Garage fand ich dann einen größeren Ölfleck und ein paar Blasen am Schweller und die Misere begann. Schnell war der Wagen zerlegt und dann in die Werkstatt gebracht für Blecharbeiten und Neulack. Den Rest hab dann ich übernommen und nach 6 Jahren konnte ich dann endlich mit dem frisch restaurierten Wagen fahren. Ich hatte zwischenzeitlich den doppelten Marktwert in ihn reingesteckt. Der Austin-Healey Bazillus hatte mich aber vollständig gepackt, denn ich musste aus Mangel an Ersatzteilen hier in Deutschland öfters in England Urlaub zum Teilekauf machen. Dort bekam ich dann schnell über Mitglieder die ich traf und mich zu Treffen einluden, Anschluss zum Britischen Austin-Healey Club. Ich fand dann bald noch einen 100 BN1 in schrecklich rostigem Zustand, den ich dann auch restaurieren wollte. Das dauerte aber dann etwas mehr als 10 Jahre. Und da über weitere Umwege und Kontakte in England kam dann noch ein Austin-Healey 3000 dazu. Der war eigentlich fast fertig restauriert, aber das was gemacht wurde war mir nicht gut genug und der Wagen wurde auch zerlegt und in den Concours Zustand gebracht. Zwischenzeitlich hatte ich im englischen Club Fuß gefasst und bin in die Concours Szene geraten, die dort recht groß ist. Mit dem englischen Club hatte ich noch das Glück, dass ich einige in der Healey Familie persönlich noch gekannt habe. Margot Healey war wie eine Großtante zu unserer Tochter und sie hat auf Treffen immer mit ihr gespielt.
Nach einiger Zeit organisierte ich als National Concours Secretary den jährlichen National Concours des Austin-Healey Clubs.
Daneben habe ich mit Freunden schon mehrere Jahrestreffen des Clubs organisiert, zuletzt das internationale einwöchige Schwarzwaldtreffen 2016. In Schluchsee hatten wir hier etwa 120 Austin-Healeys.
Ich liebe eigentlich die "kleinen" Healey Sprites genauso wie die großen Healeys. Wobei mir der 6-Zylinder der Liebste ist und da die frühen Roadster. Aber meine Vorliebe schwankt da immer so ein bischen. Ich mag es wenn ein Auto komplett ist mit Stoßstangen und ohne Löcher und Schlitze in Kotflügeln und Hauben. Aber ich kann auch verstehen, dass manche es wilder mögen.
Nach über 30 Jahren mit Austin-Healeys ist der Wagen für mich kein "Dazu brauchts Kraft-Auto", sondern ein Wagen mit vielen Fehlern und Unzulänglichkeiten, die ich aber gerade mag und nicht wegbügeln möchte.
Ich hab noch mehrere andere Oldtimer/Motorräder wie ein Daimler SP250, Morris Minor MM Tourer, Norton Commando, DKW und einen geerbten Mercedes W123, der über meinen Onkel und dann meinen Vater zu mir kam.
Grüße
Josef

Christian H.
Beiträge: 17
Registriert: 30. Okt 2019, 15:35

Re: Vorstellung Josef Eckert

Beitrag von Christian H. » 3. Nov 2019, 21:44

Hallo Josef,
ich muss sagen, eine beeindruckende Geschichte.
Meine Austin-Healey-Geschichte hat im Juli begonnen, als ich mir einen Austin Healey MK III BJ8 Bj.1965 zugelegt habe. Dieser ist älter als ich selbst und mit einigen kleineren und größeren Kampfspuren versehen. Mit anderen Worten: es gibt einige "Baustellen" / "Projekte" und es wird mir dabei sicher nicht langweilig werden. Es gibt eine lange Checkliste..., doch der Motorsound und die außergewöhnliche Optik entschädigen für alles!! Kannst es sicher auch bestätigen, oder?
Gruß
Christian H.

Josef Eckert
Beiträge: 130
Registriert: 10. Jun 2019, 19:37

Re: Vorstellung Josef Eckert

Beitrag von Josef Eckert » 3. Nov 2019, 22:06

Hallo Chhristian,
für mich ist es neben der Optik auch die Geschichte der Austin-Healeys. Ich finde es erstaunlich wie damals gearbeitet wurde. Wie die Leute um Donald und Geoff Healey und die BMC Ingenieure die Autos kreiert haben.
Es war schön von Pat Moss ihre Hassliebe zu den Big Healeys erklärt zu bekommen und auch speziell wie sie den Namen "The Pig" kreiert hatte. Dieser Spitzname galt eigentlich nur einem speziellen Works Rally Healey mit dem sie nie ins Ziel kam. Der Wagen wollte einfach durch einen Mechanikschaden oder Unfall nicht das Ziel sehen und sie ist immer damit ausgefallen. Sie wollte dieses Auto dann auch nicht mehr fahren. Daher hatte sie das Auto "The Pig" getauft. Schweine sind bekannt, dass sie abends nicht in den Stall wollen. Pat war wie auch die Morley Brüder in der Landwirtschaft Zuhause. Pat hatte jedem Ihrer Rallyautos einen Spitznamen gegeben. Ein Morris Minor hieß "Granny". Sorry, aber für mich sind es diese Geschichten die mich so eng an die Marke Austin-Healey binden. Ich hatte noch das Glück diese direkt von den Protagonisten auf Healey-Treffen zu hören. Sie sind leider alle inzwischen verstorben und diese für mich sehr interessanten Healey Treffen in England gibt es leider auch nicht mehr.
Gruß
Josef

Christian H.
Beiträge: 17
Registriert: 30. Okt 2019, 15:35

Re: Vorstellung Josef Eckert

Beitrag von Christian H. » 3. Nov 2019, 22:29

Josef Eckert hat geschrieben:
3. Nov 2019, 22:06
Hallo Chhristian,
für mich ist es neben der Optik auch die Geschichte der Austin-Healeys. Ich finde es erstaunlich wie damals gearbeitet wurde. Wie die Leute um Donald und Geoff Healey und die BMC Ingenieure die Autos kreiert haben.
Es war schön von Pat Moss ihre Hassliebe zu den Big Healeys erklärt zu bekommen und auch speziell wie sie den Namen "The Pig" kreiert hatte. Dieser Spitzname galt eigentlich nur einem speziellen Works Rally Healey mit dem sie nie ins Ziel kam. Der Wagen wollte einfach durch einen Mechanikschaden oder Unfall nicht das Ziel sehen und sie ist immer damit ausgefallen. Sie wollte dieses Auto dann auch nicht mehr fahren. Daher hatte sie das Auto "The Pig" getauft. Schweine sind bekannt, dass sie abends nicht in den Stall wollen. Pat war wie auch die Morley Brüder in der Landwirtschaft Zuhause. Pat hatte jedem Ihrer Rallyautos einen Spitznamen gegeben. Ein Morris Minor hieß "Granny". Sorry, aber für mich sind es diese Geschichten die mich so eng an die Marke Austin-Healey binden. Ich hatte noch das Glück diese direkt von den Protagonisten auf Healey-Treffen zu hören. Sie sind leider alle inzwischen verstorben und diese für mich sehr interessanten Healey Treffen in England gibt es leider auch nicht mehr.
Gruß
Josef
Hallo Josef,
und dem ist nichts hinzuzufügen..toll!!
Gruß
Christian H.

Antworten