Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
Moderator: Michael Jung
Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
Hallo Healey-Gemeinde,
ich wünsche allen Mitgliedern ein gutes neues Jahr!
Damit das Jahr nicht langweilig anfängt, hier gleich eine Frage. Wie verhält es sich eigentlich mit den Alu-Scheibenpfosten bei den 6-Zylinder BN/BT Healeys? Sind sie original immer in Wagenfarbe lackiert oder auch manchmal poliert? Bei meinem frühen BN7 (erstes Baumonat März 1959) gibt es keinerlei Hinweis auf ein Lackierung. Im Gegenteil, die Alupfosten sind ganz offensichtlich schon vor langer Zeit poliert worden. Man erkennt es an der sehr glatten Oberfläche mit den typischen Altersspuren.
Grüße
Wino
ich wünsche allen Mitgliedern ein gutes neues Jahr!
Damit das Jahr nicht langweilig anfängt, hier gleich eine Frage. Wie verhält es sich eigentlich mit den Alu-Scheibenpfosten bei den 6-Zylinder BN/BT Healeys? Sind sie original immer in Wagenfarbe lackiert oder auch manchmal poliert? Bei meinem frühen BN7 (erstes Baumonat März 1959) gibt es keinerlei Hinweis auf ein Lackierung. Im Gegenteil, die Alupfosten sind ganz offensichtlich schon vor langer Zeit poliert worden. Man erkennt es an der sehr glatten Oberfläche mit den typischen Altersspuren.
Grüße
Wino
Zuletzt geändert von Centurion am 2. Jan 2026, 23:37, insgesamt 2-mal geändert.
Re: Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
auch von mir alles Gute für 2026 .
Ich gehe davon aus, dass unlackiert, bzw nicht in Wagenfarbe lackiert .
Irgendeinen Schutz gegen Korrosion werden sie schon aufgebracht haben .
Sie auch hier ;
bis zur Mitte runterscrollen ..:
http://www.austinmemories.com/styled-33 ... index.html
Ich gehe davon aus, dass unlackiert, bzw nicht in Wagenfarbe lackiert .
Irgendeinen Schutz gegen Korrosion werden sie schon aufgebracht haben .
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- Josef Eckert
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- Wohnort: Königswinter
Re: Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
Erwin,
die Scheibenpfosten waren alle in Wagenfarbe lackiert ohne Ausnahme. Bei häufiger Benutzung des Verdecks sind aber schnell Kratzer und Farbabplatzungen aufgetreten. Daher haben viele, um einen für das Auge schönen Zustand wieder herzustellen, die Pfosten abgeschliffen und dann poliert.
Die Leisten rund um das Cockpitt waren auch nicht poliert, sondern matt eloxiert. Wenn man also hochglanzpolierte Cockpitleisten sieht ist das auch nicht original.
Ich hoffe es kommen nicht erneut wieder Rechtsmittelandrohungen zu meinen Beiträgen.
Erwin, wenn Du noch mehr Informationen haben möchtest oder weitere Fragen hast, schicke mir eine PN oder e-mail.
Gruß
Josef
die Scheibenpfosten waren alle in Wagenfarbe lackiert ohne Ausnahme. Bei häufiger Benutzung des Verdecks sind aber schnell Kratzer und Farbabplatzungen aufgetreten. Daher haben viele, um einen für das Auge schönen Zustand wieder herzustellen, die Pfosten abgeschliffen und dann poliert.
Die Leisten rund um das Cockpitt waren auch nicht poliert, sondern matt eloxiert. Wenn man also hochglanzpolierte Cockpitleisten sieht ist das auch nicht original.
Ich hoffe es kommen nicht erneut wieder Rechtsmittelandrohungen zu meinen Beiträgen.
Erwin, wenn Du noch mehr Informationen haben möchtest oder weitere Fragen hast, schicke mir eine PN oder e-mail.
Gruß
Josef
Some think they know, I prefer those who know to think ( Sir Leonard Lord )
Re: Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
....Josef Eckert hat geschrieben: ↑3. Jan 2026, 09:39
Ich hoffe es kommen nicht erneut wieder Rechtsmittelandrohungen zu meinen Beiträgen.
Gruß
Josef

Zuletzt geändert von retro911 am 3. Jan 2026, 22:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
Hallo,
vielen Dank für die Antworten. Das macht meine Entscheidungen bzgl. der Bearbeitung der Teile leider nicht einfacher. Eloxierte Schutzleisten waren damals sicherlich Eyecatcher, aber leider ist es für kratzbeanspruchte Teile eher weniger geeignet, genau wie lackierte Teile. Einen Kratzer im Alu auszupolieren ist kein Problem.
Wieder stellt sich die Frage, originalgetreu restaurieren oder nicht. Zustand 1 ist ja bekannterweise "wie neu oder besser". Die Frage ist dann immer, was ist "besser"? In der klassischen Moderne (Architektur) gab es einen Grundsatz. Form follows funktion. Demnach dürften die Scheibenposten nicht lackiert und die Cockpitumrandung nicht eloxiert werden. Oder?
Grüße
Wino
vielen Dank für die Antworten. Das macht meine Entscheidungen bzgl. der Bearbeitung der Teile leider nicht einfacher. Eloxierte Schutzleisten waren damals sicherlich Eyecatcher, aber leider ist es für kratzbeanspruchte Teile eher weniger geeignet, genau wie lackierte Teile. Einen Kratzer im Alu auszupolieren ist kein Problem.
Wieder stellt sich die Frage, originalgetreu restaurieren oder nicht. Zustand 1 ist ja bekannterweise "wie neu oder besser". Die Frage ist dann immer, was ist "besser"? In der klassischen Moderne (Architektur) gab es einen Grundsatz. Form follows funktion. Demnach dürften die Scheibenposten nicht lackiert und die Cockpitumrandung nicht eloxiert werden. Oder?
Grüße
Wino
Re: Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
Was hast Du vor ? wenn Du das Auto kpl, zerlegen willst, sind deine Gedanken ja völlig ok . Dann alles oder nichts .
Wenn nur Kosmetik vorrangig ist , würde ich mir das mit der Originalität genau überlegen . Das Auto fährt ja dadurch nicht besser . Es frisst nur mehr Geld in sich hinein .
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- Josef Eckert
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- Registriert: 10. Jun 2019, 19:37
- Wohnort: Königswinter
Re: Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
Ich finde diese Einstufung hier in Deutschland nach Noten 1-6 sehr zweifelhaft. Vor allem die Bewertung durch einen Sachverständigen, der mehr oder weniger Ahnung oder keine AhnUng von dem zu bewertenden Wagen hat. Der Sachverständige schaut sich den Zustand des Wagens an und wenn er alles für fachgerecht und ohne Makel findet und der Wagen absolut ungebraucht, also jungfräulich, ohne irgendwelche Gebrauchsspuren ist, dann vergibt er vielleicht aus eigenem Gutdünken eine Note 1, normalerweise bei so einem Auto die Note 1 Minus.
Bei Note 1 ohne Minus muss er ggf. gegenüber seiner vorgesetzten Dachorganisation, Classic Data, etc. auf sicherem Fuße stehen. Und da wird dann auch ein Sachverständiger sehr vorsichtig.
Aber:
Das heißt nicht, dass der Wagen am Markt auch diesen Preis wert ist. Es muss sich erst jemand finden, der den Wagen zu schätzen weiß und der zahlt vielleicht erheblich mehr oder es findet sich kein Liebhaber für das geschaffene Werk.
Ob der Wagen originalgemäß restauriert wurde oder nach persönlichem Gusto mit allen möglichhen Abweichungen von der Originalität kann der Sachverständige idR überhaupt nicht beurteilen. Z.B. der Wagen hat keine Stoßstangen montiert.
Woher sollte er auch dieses Wissen haben? Er prüft ja 100te verschiedene Oldtimermodelle und da sich bei jedem genau auszukennen ist eigentlich unmöglich. Daher ist es völlig egal, ob irgendwelche Teile poliert und nicht lackiert oder elexiert oder nachträglich verchromt sind. Der Sachverständige weiß das idR nicht genau. Wahrscheinlich gefällt ihm auch ein mit Teppichboden ausgelegter Kofferraum besser als die werksoriginale Hardura Verkleidung, da der Teppichboden hochwertiger aussieht.
Mein Resumee war schon immer, mich interessieren vom allgemeinen professionellen Sachverständigen vergebene Zustandsnoten nur soweit, dass ich meinen Wagen danach versicheren kann. Was der Wagen dann im Endeffekt wertmäßig darstellt, sehe ich wenn ich Angebote von Interessenten bei einem Verkauf bekomme.
Wenn ich wissen will, wie originalgerecht mein Wagen restauriert ist, da melde ich ihn beim britischen Austin-Healey Club zur Concours-Bewertung an. Dort erhalte ich dann ein genaues Urteil über den Originalitätszustand des Wagens. Concours-Gewinner dort werden erheblich über dem Wert eines vom deutschen Sachverständigen mit Zustand 1 bewerteten Autos verkauft. Auch heute noch. Habe ich gerade erlebt. Das ist aber eine andere Welt.
In UK machen solche Fahrzeugbewertungen auch eingesetzte Club-Sachverständige der Markenclubs auf Unkostenhonorarbasis, erheblich günstiger als hier in Deutschland der professionelle Sachverständige. Und auf die Bewertung kann man sich dann weitgehend verlassen.
Gruß
Josef
Bei Note 1 ohne Minus muss er ggf. gegenüber seiner vorgesetzten Dachorganisation, Classic Data, etc. auf sicherem Fuße stehen. Und da wird dann auch ein Sachverständiger sehr vorsichtig.
Aber:
Das heißt nicht, dass der Wagen am Markt auch diesen Preis wert ist. Es muss sich erst jemand finden, der den Wagen zu schätzen weiß und der zahlt vielleicht erheblich mehr oder es findet sich kein Liebhaber für das geschaffene Werk.
Ob der Wagen originalgemäß restauriert wurde oder nach persönlichem Gusto mit allen möglichhen Abweichungen von der Originalität kann der Sachverständige idR überhaupt nicht beurteilen. Z.B. der Wagen hat keine Stoßstangen montiert.
Woher sollte er auch dieses Wissen haben? Er prüft ja 100te verschiedene Oldtimermodelle und da sich bei jedem genau auszukennen ist eigentlich unmöglich. Daher ist es völlig egal, ob irgendwelche Teile poliert und nicht lackiert oder elexiert oder nachträglich verchromt sind. Der Sachverständige weiß das idR nicht genau. Wahrscheinlich gefällt ihm auch ein mit Teppichboden ausgelegter Kofferraum besser als die werksoriginale Hardura Verkleidung, da der Teppichboden hochwertiger aussieht.
Mein Resumee war schon immer, mich interessieren vom allgemeinen professionellen Sachverständigen vergebene Zustandsnoten nur soweit, dass ich meinen Wagen danach versicheren kann. Was der Wagen dann im Endeffekt wertmäßig darstellt, sehe ich wenn ich Angebote von Interessenten bei einem Verkauf bekomme.
Wenn ich wissen will, wie originalgerecht mein Wagen restauriert ist, da melde ich ihn beim britischen Austin-Healey Club zur Concours-Bewertung an. Dort erhalte ich dann ein genaues Urteil über den Originalitätszustand des Wagens. Concours-Gewinner dort werden erheblich über dem Wert eines vom deutschen Sachverständigen mit Zustand 1 bewerteten Autos verkauft. Auch heute noch. Habe ich gerade erlebt. Das ist aber eine andere Welt.
In UK machen solche Fahrzeugbewertungen auch eingesetzte Club-Sachverständige der Markenclubs auf Unkostenhonorarbasis, erheblich günstiger als hier in Deutschland der professionelle Sachverständige. Und auf die Bewertung kann man sich dann weitgehend verlassen.
Gruß
Josef
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Re: Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
Hallo,
mein Fahrzeug ist komplett zerlegt. Die gesamte Technik ist bereits überholt. Die Karosseriearbeiten werden im Frühjahr fertiggestellt. Der Rest des Jahres wird für die Lackierung sein. Jetzt kümmere ich mich um die Chrom- und Aluteile. Angestrebt ist ein Zustand 1, aber diese Note nach Classic Data Gutachten zu erreichen werde ich wohl nicht schaffen. Bezüglich Concours weiß ich nicht auf was dort genau geachtet wird. Aber es fängt wohl schon damit an, dass der Lack auf meinen Fahrwerksteilen zu sehr glänzt. Außerdem gibt es schon zu viele verzinkte Schrauben.
Ihr seht schon, mein Anspruch ist recht hoch. Deshalb stelle ich oft Fragen nach Originalität und zermürbe mir den Kopf darüber, was an "Verbesserungen" vorgenommen werden soll.
Grüße
Erwin
mein Fahrzeug ist komplett zerlegt. Die gesamte Technik ist bereits überholt. Die Karosseriearbeiten werden im Frühjahr fertiggestellt. Der Rest des Jahres wird für die Lackierung sein. Jetzt kümmere ich mich um die Chrom- und Aluteile. Angestrebt ist ein Zustand 1, aber diese Note nach Classic Data Gutachten zu erreichen werde ich wohl nicht schaffen. Bezüglich Concours weiß ich nicht auf was dort genau geachtet wird. Aber es fängt wohl schon damit an, dass der Lack auf meinen Fahrwerksteilen zu sehr glänzt. Außerdem gibt es schon zu viele verzinkte Schrauben.
Ihr seht schon, mein Anspruch ist recht hoch. Deshalb stelle ich oft Fragen nach Originalität und zermürbe mir den Kopf darüber, was an "Verbesserungen" vorgenommen werden soll.
Grüße
Erwin
- Josef Eckert
- Beiträge: 850
- Registriert: 10. Jun 2019, 19:37
- Wohnort: Königswinter
Re: Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
Hallo Erwin,
wenn Du aus Deinem inneren Ich anstrebst den Wagen so weit möglkich in den OrIginalzustand zu versetzen, dann kann ich Dir zwei (drei) Leitfäden empfehlen.
Als Erstes die Concours Guidelines des Austin-Healey Clubs of America (ca. 150 Seiten Papier und Bilder). Die kann man gegen Entgelt von der Homepage des CLubs herunterladen. Da steht wirklich "ALLES" was man weiß zur Originalität der einzelnen Healey-Modelle drin. Die Freaks dort forschen forwährend weiter anhand von nicht restaurierten Fahrzeugen wie was wo bei welchem Modell auszusehen hat. Das sind aber richtige Nerds.
Als Zweites das Buch "Austin-Healey 100/100-6/3000 Restoration Guide" von Gary Anderson und Roger Moment, ISBN 0-7603-0673-7. Das Buch ist schon lange vergriffen, doch über Amazon, etc. kann man nochh gebrauchte Exemplare bekommen. Nicht billig, aber es lohnt sich das Buch zu haben.
Mit dieser Literatur werden die meisten Deiner Fragen beantwortet.
Gut, aber nicht in allen Punkten korrekt, ist das Buch "Original Austin-Healey" von Anders Ditlev Clausager. Gibt es auch auf deutsch vom Heel Verlag.
Mit dieser Literatur weißt du schon einmal was, wie; wo hingehört.
Die Amerikaner sind mit den Details überkorrekt. Motoren wurden origInal nach dem Zusammenbau komplett erst lackiert, mit Keilriemen und die Ansaugbrücke hat auch noch Sprühnebel abbekommen. Soetwas zu machen finde ich übertrieben und wer das ordentlich macht, bekommt beim Concours auch keinen Abzug. Gelb verzinkte Schrauben und Teile sollte man nicht verwenden, da das damals noch blau verzinkt war. Schraubschellen und andere Befestigungselemente wie auch Kabelbaum sollten original sein. Kunifer Bremsleitungen sind nicht original, doch es gibt keinen Abzug. Abzug gibt es für verchromte Speichenräder. Bremstrommeln, Speichenräder sollten silber und nicht anderstfarbig sein, der Fahrzeugrahmen und Motorraum in Wagenfarbe und kein Bitumen-Unterbodenschutz, etc.
Stoßstangen original und nicht billiger Nachbau. Man ist da aber nicht päpstlicher als der Papst, abgesehen von unseren Freunden in den USA, die bei ihren Concours schon mal mit 5 Wertungsrichtern über 2 Stunden ein Auto bewerten. In England macht das ein Wertungsrichter in einer Viertelstunde. Eigentlich sieht man in 2 Minuten schon, ob jemand sich Mühe gegeben hat oder nicht und das zählt. Es muss nicht alles 100%ig korrekt sein, doch keine auffälligen Modifikationen.
Meiner Meinung nach funktioniert ein komplett originales Auto ohne neumodische Modifikationen am besten und zuverlässigsten. Es gibt nichts Besseres als die damals verbauten Originalteile. Nur sollte man sich die Mühe machen diese auch wieder weitgehend in neuwertigewn Zustand zu versetzen. Das geht mit vielen Teilen. Ist halt Aufwand und es findet sich kaum eine Werkstatt die das macht.
Gruß
Josef
wenn Du aus Deinem inneren Ich anstrebst den Wagen so weit möglkich in den OrIginalzustand zu versetzen, dann kann ich Dir zwei (drei) Leitfäden empfehlen.
Als Erstes die Concours Guidelines des Austin-Healey Clubs of America (ca. 150 Seiten Papier und Bilder). Die kann man gegen Entgelt von der Homepage des CLubs herunterladen. Da steht wirklich "ALLES" was man weiß zur Originalität der einzelnen Healey-Modelle drin. Die Freaks dort forschen forwährend weiter anhand von nicht restaurierten Fahrzeugen wie was wo bei welchem Modell auszusehen hat. Das sind aber richtige Nerds.
Als Zweites das Buch "Austin-Healey 100/100-6/3000 Restoration Guide" von Gary Anderson und Roger Moment, ISBN 0-7603-0673-7. Das Buch ist schon lange vergriffen, doch über Amazon, etc. kann man nochh gebrauchte Exemplare bekommen. Nicht billig, aber es lohnt sich das Buch zu haben.
Mit dieser Literatur werden die meisten Deiner Fragen beantwortet.
Gut, aber nicht in allen Punkten korrekt, ist das Buch "Original Austin-Healey" von Anders Ditlev Clausager. Gibt es auch auf deutsch vom Heel Verlag.
Mit dieser Literatur weißt du schon einmal was, wie; wo hingehört.
Die Amerikaner sind mit den Details überkorrekt. Motoren wurden origInal nach dem Zusammenbau komplett erst lackiert, mit Keilriemen und die Ansaugbrücke hat auch noch Sprühnebel abbekommen. Soetwas zu machen finde ich übertrieben und wer das ordentlich macht, bekommt beim Concours auch keinen Abzug. Gelb verzinkte Schrauben und Teile sollte man nicht verwenden, da das damals noch blau verzinkt war. Schraubschellen und andere Befestigungselemente wie auch Kabelbaum sollten original sein. Kunifer Bremsleitungen sind nicht original, doch es gibt keinen Abzug. Abzug gibt es für verchromte Speichenräder. Bremstrommeln, Speichenräder sollten silber und nicht anderstfarbig sein, der Fahrzeugrahmen und Motorraum in Wagenfarbe und kein Bitumen-Unterbodenschutz, etc.
Stoßstangen original und nicht billiger Nachbau. Man ist da aber nicht päpstlicher als der Papst, abgesehen von unseren Freunden in den USA, die bei ihren Concours schon mal mit 5 Wertungsrichtern über 2 Stunden ein Auto bewerten. In England macht das ein Wertungsrichter in einer Viertelstunde. Eigentlich sieht man in 2 Minuten schon, ob jemand sich Mühe gegeben hat oder nicht und das zählt. Es muss nicht alles 100%ig korrekt sein, doch keine auffälligen Modifikationen.
Meiner Meinung nach funktioniert ein komplett originales Auto ohne neumodische Modifikationen am besten und zuverlässigsten. Es gibt nichts Besseres als die damals verbauten Originalteile. Nur sollte man sich die Mühe machen diese auch wieder weitgehend in neuwertigewn Zustand zu versetzen. Das geht mit vielen Teilen. Ist halt Aufwand und es findet sich kaum eine Werkstatt die das macht.
Gruß
Josef
Some think they know, I prefer those who know to think ( Sir Leonard Lord )
Re: Scheibenpfosten lackiert oder poliert?
Hallo,
danke für die guten Infos. Meine neuen Chromspeichenräder bleiben am Fahrzeug. Gelb verzinkte Neuteile/Kleinteile waren bei meinem Fahrzeug dabei, wurden aber von mir alle blau verzinkt. Meinen Motor habe ich nicht NACH dem Zusammenbau komplett incl. Keilriemen lackiert. Ebenso nicht das Getriebe und Overdrive. Derartige werksmäßige Schlampereien habe ich komplett ausgesiebt. Das kommt bei mir um keinen Preis in Frage. Wenn in USA auf solche Sachen gepocht wird, dann ist das für mich ein fehlgeleitetes Verständnis.
Bei meinem Fahrzeug waren z.B. die Enden der Innenschweller hinten nicht sauber zu einem Kasten verschweißt. Außerdem waren die Radhäuser ca. 7mm zu weit hinten, um sie stirnseitig mit dem Innenschwellerenden verschweißen zu können. Im Zuge der Erneuerung des Knotenpunktes Schweller/B-Säule habe ich das geändert. Wer darauf besteht, einen solchen Fertigungsmangel beizubehalten, der hat echte Probleme.
Grüße
Erwin
danke für die guten Infos. Meine neuen Chromspeichenräder bleiben am Fahrzeug. Gelb verzinkte Neuteile/Kleinteile waren bei meinem Fahrzeug dabei, wurden aber von mir alle blau verzinkt. Meinen Motor habe ich nicht NACH dem Zusammenbau komplett incl. Keilriemen lackiert. Ebenso nicht das Getriebe und Overdrive. Derartige werksmäßige Schlampereien habe ich komplett ausgesiebt. Das kommt bei mir um keinen Preis in Frage. Wenn in USA auf solche Sachen gepocht wird, dann ist das für mich ein fehlgeleitetes Verständnis.
Bei meinem Fahrzeug waren z.B. die Enden der Innenschweller hinten nicht sauber zu einem Kasten verschweißt. Außerdem waren die Radhäuser ca. 7mm zu weit hinten, um sie stirnseitig mit dem Innenschwellerenden verschweißen zu können. Im Zuge der Erneuerung des Knotenpunktes Schweller/B-Säule habe ich das geändert. Wer darauf besteht, einen solchen Fertigungsmangel beizubehalten, der hat echte Probleme.
Grüße
Erwin